Aarberg Biel

Von Aarberg aus wollte ich weiter ins Mittelland, von hier aus zu den drei Seen. Als ich mit dem Postauto nach der Arbeit endlich in Aarberg angekommen war, bin ich erstmal ohne rechtes Ziel in westlicher Richtung gelaufen, sollten mir die Wander-Wegweiser einen Weg für heute vorgeben. Das Wetter sah nicht so toll aus, ich ging davon aus, dass ich mich eh bald irgendwo unterstellen musste. Der Wegweiser nach Hagneck hat mich überzeugt, also bin ich mal „in diese Richtung“ am Kanal entlang gegangen. Das Wetter wurde besser und wie ich zur ersten Kanalbrücke kam, war die Sonne auch schon wieder da. Die Wolken, die der Jura schickt, sind nicht immer so schlimm, wie sie aussehen. Ich bin den Kanal weiter entlang gelaufen, eigentlich nur aus dem Grund, weil mir Hagneck „irgendwie etwas sagte“… Dort angekommen, bin ich weiter bis an die Stelle, an der der Kanal in den Bieler See mündet, dort ist auch ein Kraftwerk, welches ich mir anschauen wollte. Dort stehen auch einige Schilder, die die interessante Geschichte der Jura-Gewässerkorrektion erzählen. So wurde mir klar, wieso mir der Hagneck-Kanal „irgendwie etwas sagte“ und wo ich die ganze Zeit entlang gelaufen war. Ich fand es noch richtig interessant, diesen Wassermassen der Aare zuzusehen, mit welcher Gewalt und welcher Wucht sie hier in den Bieler See fliessen und das schon im Normalzustand…

Nach einiger Zeit des Staunens und des Beobachtens hab ich hin und her überlegt, wie ich weitergehen sollte. Ich hab mich dafür entschieden, dass ich nach Biel weiterlaufe, auch wenn das etwas weit war. Aber die Zeitangabe auf den Wegweisern versprach mir, dass ich bis zum Einnachten dort sein sollte, also machte ich mich auf den Weg. Am Ufer des Bieler Sees entlang, ein wunderschönes Naturschutzgebiet, fand ich interessante Hinweistafeln, die einen viel über das Gewässer und die Natur lehrten, ich kam am Zentrum für Wasserarchäologie vorbei, an einem schönen Schloss, konnte noch mehr über die Gewässerkorrektur lernen, aber der knappe Zeitplan liess mich weiterhasten und nicht innerhalten, um all die Hinweistafeln zu lesen. Hier muss ich unbedingt nochmal entlang wandern und deutlich mehr Zeit mitbringen. An der Stelle, wo der Nidaukanal abzweigt, ist es dann dunkel geworden und ich musste mich vom Seeufer entfernen, um die nächste Brücke über den Kanal zu finden. Hier zweifelte ich an meiner Entscheidung, ob der Weg nach Biel so sinnvoll war. Aber schon bald bin ich angekommen, hab auf der Karte gesehen, welches der beste Weg zum Bahnhof ist und bin dann gegen 10 Uhr Abends wieder nach Hause gefahren. Ich war insgesamt 4 Stunden unterwegs, und das „noch schnell nach der Arbeit“. Hat mich ganz schön geschlaucht…

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