Magglingen St.Blaise

nachdem ich gestern im Wald den falschen Weg genommen hatte, wollte ich heute nochmal in den Jura. Heute bin ich mit der Zahnradbahn nach Magglingen gefahren, das hab ich mir gestern mit dem mühsamen Aufstieg verdient 🙂 Von Magglingen nach End der Welt, am Lohturm vorbei (und natürlich auf den Turm hoch und die Aussicht genossen), weiter Richtung Lamboing. Immer schön rechts halten, ich wollte nicht wieder nach Twannberg, bin aber trotzdem fast daran vorbeigekommen. Runter nach Lamboing und am Fusse des Chasseral entlang hab ich kurzzeitig den Wanderweg verloren und bin der Strasse entlang gelaufen. Es stand die Idee im Raum, dass wir am Wochenende nach Creux-du-Van wollten, damit ich meinen Weg ohne grosse Lücke dorthin schaffe, wollte einiges an Strecke Richtung Neuchatel schaffen. Also hab ich mir vorgenommen, bis etwas St. Blaise zu laufen und mir grob die Richtung gemerkt. Wohl wissend, dass das eine lange Strecke wird, aber dafür bin ich früher aus dem Büro gegangen. In Nods, direkt unter der Chasseral habe ich kurz Rast gemacht und bin dann quer über die Felder in Richtung des Tales, welches nach St. Blaise hinunterführt. Irgendwann auf dem Weg hatte ich keine Lust mehr, auf der Strasse zu laufen, und da kam auch schon eine Abweigung, die mit einem Wanderweg-ähnlichem Schild beschriftet war. Dieses in Richtung Wald hoch, der Weg bog aber wieder zurück ab, ich wollte aber weiter voran. Also bin ich erst über eine Wiese gelaufen, dann durch hohes Gras und über Kunweiden. Richtig verlaufen konnte ich mich ja nicht, es ging ja immer das Tal entlang, aber das unwegsame Gelände hat mich einiges an Zeit und Kraft gekostet. Als die Sonne dann hinter dem Chasseral verschwand, hab ich mich wieder zur Strasse vor gekämpft und bin weiter Richtung Lordel gelaufen. Hier gabs dann wieder einen beschilderten Wanderweg in Richtung St. Blaise, der mit ca. 1,5 Stunden beschriftet war. Das hätte ungefähr mit dem Dunkelwerden hingehauen, also bin ich frohen Mutes weiter. Beim nächsten Bauernhof war die Beschilderung etwas verwirrend und ich bin durch den Gemüsegarten des Hofs gelaufen, während ein groooser Bernersennen Hund auf mich zusprang und mich fast umgeworfen hätte. Ich ging mal davon aus, dass er nur spielen wollte 🙂 Aber die Bäuerin war bald da und hat ihn zurück gerufen. Wenn er halt gehört hätte… 🙂 Nach meinem französischen Radebrechen, wo es denn weiter ginge, hat sie mir dann den Weg gezeigt, wo es wirklich lang geht. Nach einer ganzen Weile kam ich nach Enges, es war wieder ein Abendspaziergang, es wurde sogar etwas kühler. Ich hab wieder ein Wanderwegweiser nach St. Blaise gefunden, der mir wieder ca. 1,5 Stunden angegeben hat. Das wiederum würde bedeuten, dass ich deutlich nach Einbruch der Dunkelheit in St. Blaise ankommen würde. Aber ich hatte keine Alternative und musste den Weg weitergehen. Quer durch den Wald, hinten wieder raus, kein Wegweiser mehr. So ungefähr in die richtige Richtung weiter, kam ein Wegweiser zum Abbiegen. Wieder in den Wald hinein, stand ich plötzlich vor einem grossen Steinbruch. Um diesem musste ich wohl herum, hab allerdings keinen Wegweiser mehr gefunden. So langsam ward es richtig dunkel, im Wald sowieso etwas schneller. Also musste ich meinen Schritt beschleunigen und ich bin fast im Dauerlauf durch den unbekannten Wald gestolpert. Ich hoffte nur noch, dass ich noch in der richtigen Richtung unterwegs war und der Weg ging bergauf und bergab, schlang sich durch dichtes Unterholz und kurz auf eine Lichtung. Der Neuchateler See war zwar zu sehen, aber noch weit unten… Also weiter durch den dunklen Wald… Hier wurd‘ es mir doch etwas mulmig, aber was soll‘s, ich musste weiter. irgendwann bin ich auf einen etwas grösseren Waldweg gekommen, ich hatte das ungute Gefühl, dass ich mich verlaufen hatte. Ich folgte dem grösseren Waldweg mal in eine Richtung, eigentlich nur noch ratend, welches die Richtige ist. Aber wenigstens musste ich nicht mehr durchs Unterholz… Wie viele Zecken ich auf diesem Weg mitgenommen hatte, wollte ich gar nicht wissen… Nach einiger zeit durch den dunklen Wald kam ich an eine Strasse mit Laternen und ich konnte wieder ungefähr die Richtung sehen, und dass ich immer noch recht hoch über dem See war. mein Ziel war, den Bahnhof zu finden. aber welcher war der richtige? St.-Blaise-Lac oder St.Blaise-CFF ? Und fuhr hier überhaupt noch ein Zug, es war inzwischen halb elf geworden… Mit meinem iPhone konnte ich dann den richtigen Bahnhof herausfinden und dass auch noch ein Zug (mit Umsteigen) nach Bern zurück fährt. Durch die recht schöne Altstadt von St. Blaise, die ich gar nicht richtig geniessen konnte, weil ich ziemlich k.o. war, bin ich dann zum Bahnhof und hab nach 30 Kilometern und fast 6 Stunden doch gemerkt, dass ich mich etwas übernommen hatte.

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