LeLanderon Ins

Heute war wieder grosse Wanderung angesagt. In Le Landeron startend wollte ich auf die Petersinsel und danach mal sehen, welche Haltestelle gut geeignet ist, um nachher auch wieder weiterzulaufen.Durch die schmucke und gemütliches, schattige  Altstadt von Le Landeron, welches mich ziemlich fasziniert hat und wo ich einige Oltimer Autos gesehen habe,

bin ich weiter über den Zihlkanal , der Bieler See und Neuenburger See verbindet. Hier fuhr gerade ein Schiff hindurch, was mir die Grösse des kanals bewusst gemacht hat. St. Johannsen war hoch eingezäunt, ausser ein paar Gutshäusern konnte man nichts sehen. Und weiter am ufer des Bieler Sees entlang nach Erlach. Hier war viel los, es ist warmer Sommer und es ist Wochenende, viele Familien sind mit ihren Kindern zum Baden ans Wasser gegangen. Ich wollte auf die Petersinsel, also hab ich mich auf den langen, geraden Heidenweg gemacht. Rechts und Links wuchs Schilf, grösser als ich selbst und dadurch wurde jeglicher Wind, der mich hätte kühlen können, abgeschirmt. Es war sehr heiss, der Weg war staubig, ich konnte kaum etwas sehen ausser dem Schilf und dem schnurgeraden Weg vor mir und hinter mir. Auf der Hälfte macht der Weg zwei Knicke, so dass man optisch zwar an ein Ende kommt, danach geht der Weg allerdings wieder schnurgerade weiter, so dass die zweite Hälfte auch nicht viel anders ist. Eine kleine Abwechslung ist der Abstecher auf einem hölzernen Steg durch das Schilf mit vielen erklärenden Tafeln, wie sich die Natur das durch Wasserspiegelsenkung gewonnene Land erobert und was der Mensch dagegen tut. An der (ehemaligen) Chüngeli-Insel geht der Wanderweg in den Wald, der etwas Schutz vor der prallen Sonne spendet, aber auch hier war kein Lüftchen zu spüren, welches einen hätte abkühlen können. Schwitzend ging es also weiter, bis ich auf der Petersinsel angekommen bin. beide Inseln werden zwar noch Inseln genannt, auch wenn sie durch den Heidenweg ständig mit dem Land verbunden sind. Ich hab eine Runde um die Petersinsel gemacht, jede Bademöglichkeit war schon besetzt, viele Leute haben sich im See erfrischt. Im Kloster Erlach wollte ich (wieder mal) nicht verweilen, bin lieber zum (immernoch geschlossenen) Pavillion gegangen und hab dort gerastet. In der Zwischenzeit sind über dem Jura grosse hohe Quellwolken aufgetaucht, die langsam immer grösser und dunkler wurden und auch zum Donnern angefangen haben. Nach meiner Rast bin ich zur Schiffsanlegestelle gegangen (durch den Wald, in dem man die Wolken nicht richtig sieht, dafür aber das Donnern um so lauter zu hören scheint) und hab hin und her überlegt, ob das Gewitter wohl noch eine Stunde für den Rückweg nach Erlach warten würde.

Ich hatte ja Pikett und deswegen mein Notebook dabei, deswegen etwas empfindlicher als sonst. Aber ich hatte ja schon gelernt, dass die Wolken aus dem Jura machnmal schlimmer aussehen, als sie wirklich sind, also beschloss ich, den Heidenweg wieder zurück nach Erlach zu laufen. Es war immernoch sonnig und warm, das bisschen Wind von dem fern heran-ziehenden Gewitter wurde erfolgreich von dem Schilf rechts und links des Weg abgehalten, der Rückweg war also genauso anstrengend wie der Hinweg.In Erlach angekommen war ich unschlüssig, wie ich weitergehen wollte. Erlach selber ist etwas ungeschickt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, wenn ich irgendwann hier wieder starten möchte.

Also entschloss ich mich, nachdem das Gewitter auch nicht viel näher gekommen ist, über den Jolimont Richtung Gampelen oder Ins zu gehen. Nach dem Aufstieg auf den Berg und der Umrundung des Jolimont-Guts hab ich mich entschieden, nach Ins zu laufen. Ich bin noch an den Steinen des Tüfelsburdi vorbeigekommen, wo ich nochmal Rast gemacht habe, aber das Gewitter grummelte inzwischen fast unentwegt. Und im Wald, wenn man die Wolken nicht beobachten kann, dafür das Donnern um so lauter hört, hatte ich keine Ruhe, Rast zu machen und bin schon bald schnelleren Schrittes weiter gelaufen. Durch Tschugg einen Teil mit Aussicht über die Felder habe ich gesehen, dass mic das Gewitter, inzwischen mit bedrohlich dunkelgrauen Wolken, fast schon eingeholt hatte, was mich noch schneller durch das nächste Waldstück hat laufen lassen. Ich hatte meine Regenjacke ja dabei, das Notebook im Rucksack würde ich dann unter diese tun und mein iPhone mit dem GPS Tracking hätte ich in ein Robidog Säckli verpackt…

Aus dem Wald wieder herausgekommen hatte mich das Gewitter schon überholt, Gott sei Dank ein paar Kilometer weiter weg, Sigi hat mir Montags drauf erzählt, wie sehr es bei ihm gewittert hat. Ich hab dann noch die letzten Kilometer nach Ins hinter mich gebracht und bin dann immernoch trockenen Fusses nach Hause gefahren. Wie ich dort angekommen bin, was der Regen auch schon wieder vorbei, ich hab also nur noch die nassen Strassen mitbekommen.

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