Schüpfen Altreu

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Der Regen gestern hat den Sommer etwas abgekühlt. Der Morgen ist angenehm frisch und ein paar Schönwetterwolken stehen noch am blauen Himmel. Ich wollte mich auf den Weg nach Buttenried bei Mühleberg machen, bin aber in den falschen Zug gestiegen. Auf der Fahrt Richtung Biel bin ich in Schüpfen ausgestiegen und hab mich von hier aus mal in die andere Richtung als auch schon gemacht. Einfach so ins Blaue, ohne die Strecke oder die Gegend vorher auf der Karte angeschaut zu haben.

Die Sonne scheint und es geht immer ein bisschen Wind, es ist ein herrliches Wetter zum Laufen. Manchmal ist sogar soviel Wind, dass es sich richtig gelohnt hätte, Kite und Mountainboard mitzunehmen.
Nach dem Hardwald bei Schüpfen bin ich in Richtung Jura gelaufen und hab mir den weithin sichtbaren Juradurchbruch als Tagesziel gesetzt. So konnte ich meistens „auf Sicht“ laufen und hab mich ausnahmsweise mal nicht an die Wanderwege gehalten.
Zwischendrin hab ich noch zwei Heissluftballone gesehen. Ich wollte sie erst nicht beachten, allerdings kam mir dann der Wind in den Sinn und kaum dass ich mich versah waren sie auch schon recht nahe heran gekommen. Mich hat erst gewundert, warum sie so tief fliegen, bis mir auffiel, dass sie ganz in meiner Nähe landen wollten und dabei vom Wind verblasen wurden.
Es ist einfach schön hier draußen, die Sonnenblumen tanzen im Wind, die Schwalben tollen ausgelassen durch die Lüfte, die Greifvögel lassen sich lautlos vom Wind in die Höhe tragen, die Baumalleen Rauschen im Wind.
Die Kirschen sind schon reif, das Getreide ist Golden, zum Teil schon geerntet, wahrlich, es ist Sommer. Ich hab die ganze Zeit ein freudiges Lachen auf den Lippen 🙂
Zwischen dem Mittelland und dem Jura liegen noch zwei Hügelketten, die ich hoch und wieder runter musste. Deswegen hab ich mich in Büren an der Aare entschieden, den Fluss hinunter zu laufen. Den Jura empor steigen wollte ich heute doch nicht mehr.
Es hat sich dann ziemlich hingezogen, bis ich an der Aarebrügg angekommen bin. Die Schiffstation heißt Grenchen, bin ich schon so weit? Leider war das Kursschiff gerade weg ( naja, schon seit ner halben Std ), das nächste fährt in 3 Std., da kann ich ihm auch entgegen laufen… Also auf nach Altreu…
Bis in dort angekommen bin, war ich ziemlich k.o., auf dem Weg der verschlungenen Aare entlang gabs wieder das Schilfrohr Feeling, was ich von der Petersinsel schon kannte: Übermannshohes Schilf, welches den Wind abhält und die Sonne ungehindert reinscheinen lässt. Endlich in Altreu angekommen, hab ich keinen Kiosk gefunden, sondern musste mir auf der Gartenterrasse des Restaurants „zum grüene Aff“ den Durst mit kleinen Portionen Süßmost löschen. Ich war mir nicht sicher, über was ich mich mehr ärgern sollte, die unfreundlichen Kellner oder die überteuerten Preise. Ich bin nach meinem Schluck Süessmost gegangen, es gab noch ein Selbstbedienungsteil, der allerdings noch teurer war. Ich hatte schon auf der Karte geschaut, wo der nächste Bahnhof und damit der nächste Selecta Automat wäre. Aber trotz einer Stunde Wartezeit auf das Kursschiff war es zu weit weg. Ich bin dann noch durch das Dorf Altreu gezogen und hab mir die berühmten Störche angesehen.
Die Schifffahrt nach Biel hab ich auf dem Panorama Deck genossen und dabei einen Kaffee geschlürft, bis das Schiff in Port durch die Schleuse musste. War noch recht interessant, das mal mitzuerleben. Kurz vor dem Ziel hat sich dann der Bieler See aufgetan und von hier bin ich dann mit dem Zug nach Hause gefahren.

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