Bern Mittelhäusern

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Heute wollte ich nicht irgendwo hin fahren, sondern eine neue Richtung „aufmachen“, wieder mal von daheim aus starten. Ich hab mich für die grobe Richtung Schwarzenburg entschieden, grob gesehen rechts am Gurten vorbei, etwas genauer betrachtet über die Monbijou Brücke, an der Titanic links, an der Gabelung rechts, über die Gleise und an der T- Kreuzung rechts. Da sollte dann irgendwo ein Wanderweg anfangen.
Durch die Stadt durch hat mich mehrmals das GPS im Stich gelassen. Und es war ziemlich laut auf den Stadtberner Straßen, ich hab kaum mein eigenes iPhone verstanden. Bei Spiegel kam ich dann raus aus der Stadt und es war angenehm ruhig. Den Gurten links liegen gelassen bin ich weiter am Ulmizberg entlang. Doch immer wieder Wanderweg und GPS Signal verloren, bin ich kreuz und quer gelaufen und musste mir die Wege noch mit diversen Mountainbikern teilen. Richtung Schlatt war nun war nun gar nichts mehr mit Wanderweg und ich musste an der Strasse entlang laufen. Ich hab oft das Gefühl, dass es den Autofahrern komisch vorkommt, dass ich ihnen auf meiner linken Straßenseite entgegenkomme und Velofahrer weichen auch nur selten aus…
Um Oberscherli herum ist die Gegend schon sehr hügelig, jetzt heißt es, wieder mehr Zeit für die Strecken einzuplanen. Der Datenempfang ist hier zwischen den Hügeln auch sehr lau, dann kann ich nicht mal schnell einen Blick auf die Karte werfen. Statt dessen hab ich wieder einen Wanderweg gefunden, ich folge diesem einfach mal, sind ja noch etwa zwei Stunden Zeit, bis es dunkel wird.
Hügel rauf und Hügel runter, Hubel uechi un Hubel achi, Hoger obsi und dann eine herrliche Aussicht über (was ist das hier? Schwarzenburger Land?).

Sanft geschwungene Voralpen mit saftig grünen Wiesen und Wäldern in der warmen Abendsonne, dahinter die ersten felsigen Berge auf einer Leinwand von orange-rot eingefärbten, emporquellenden Wolken ganz hinten in den Alpen.
Dann wieder hinunter, vorbei an den Kühen mit ihren dunklen Glocken, vorbei an den Schafen mit ihren helleren Glocken und wieder hinauf, zu den Ziegen mit ihren hellen Glöckchen, die Musik dieser Landschaft ist einfach einzigartig, so vielseitig in den Tönen und Klängen, so variabel im Rhythmus und doch immer harmonisch und stimmig. Mich kreuzt ein Fuchs, der sich irgendwo sein z’Nacht geklaut hat und versteckt sich schnell im Wald.
Beim Dunkelwerden komme ich nach Mittelhäusern, wo ich beschliesse, mit dem nächsten Zug nach Hause zu fahren. Ein wenig enttäuscht war ich allerdings schon, denn ich laufe schon seit ein-einhalb Stunden in Richtung der Station Schwarzwasserbrücke, und die soll jetzt noch 40 Minuten weg sein? Naja, beim nächsten Mal…

Mittelhäusern Schwarzenburg »
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