Mittelhäusern Schwarzenburg

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Obsi, nidsi, obsi, nidsi*, was auf der Karte recht einfach aussieht, ist im Schwarzenburger Land doch etwas aufwändiger… Es sah nach Regen aus, aber ich hab mich trotzdem ohne Regenjacke auf den Weg gemacht. Von Mittelhäusern einen Bogen zu dem lieblichen kleinen Hof, bei dem junge Menschen Holz gestapelt haben, über Felder und den Bach wieder zur Strasse. Mit einem weiteren Bogen über Riedburg in Richtung Schwarzwasserbrücke hätte ich im Falle einsetzenden Regens innert einer halben Stunde wieder einen Bahnhof erreichen können. Aber es sollte noch richtig schönes Wetter werden.Auf dem Weg hinunter zur Ruine Riedburg, sie lag doch tiefer im Tal als ich dachte, fiel mir der Wegweiser zur Alten Schwarzwasserbrücke auf. War auch die Ruine etwas enttäuschend, hab ich mich doch gefreut, dass hier unten die alte Brücke existiert. Sie hat mir gezeigt, dass ich all die Zeit und Überlegungen, ob und wie ich über die „neue“ Brücke, und wenn ja, dann halt über die Strasse, käme, mir hätte sparen können, hätte ich nur etwas rechts und Links auf der Karte geschaut. So macht auch eine Vorbereitung der Strecke nur begrenzt Sinn, der Weg entscheidet sich ja dann doch selbst vor Ort. So kam ich dennoch auf der anderen Seite des Schwarzwassers wieder oben auf die Strasse und konnte meinen geplanten Weg an der Strasse fortsetzen. Bald ging es links ab, nochmals einen Berg hinauf, danach wieder hinunter und wieder hinauf, vorbei an dem Bauern, der in der Abendsonne seine Kühe nach Hause rief, wieder hinunter und hinauf, über Wiesen und Felder. Das Wetter war schön, von den anfänglich beängstigenden Regenwolken war keine Spur mehr zu sehen und die Sonne schien herrlich warm. Dazu ein leichter Abendwind und den Blick über Hügel und Wälder, Felder und Wiesen bis hin zu den ersten Gipfeln der Alpen. Unterwegs traf ich zwei Reiterinnen, die ihre Freude daran hatten, über die Wiesen zu galoppieren und schon waren sie auch schon wieder meinen Blicken entschwunden. Ich hielt mich an die Wanderweg-Beschilderung, ich wusste nicht, ob ich auf der geplanten Route unterwegs war, aber das war auch egal, Hauptsache die Richtung stimmte. Auf der Karte und auf dem Satellitenbild sieht die Gegend eh nicht so aus wie in der Wirklichkeit, diese Erfahrung hab ich schon öfter gemacht. Nur eine Stelle, an der in unsicher war, ob der Weg wirklich dort entlang der Richtige sei, erkannte ich wieder und konnte so richtig abbiegen. Bald kam ich an die Kirche auf dem Hügel von Wahlern, diese wurde allerdings grad renoviert. Außer den bunten Fenstern war nicht viel zu bewundern, dafür stand aber allerlei Werkzeug herum und es roch nach Farbe. Also hab in mich weiter auf den Weg nach Schwarzenburg gemacht, einem letzten Haltepunkt der S-Bahn. Von hier an Richtung Gurnigel muss ich erst noch die Busverbindungen und -fahrzeiten prüfen.

* bergauf, bergab, bergauf, bergab

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