Schwarzsee Jaun

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Nachdem der gestrige „regnerische“ Tag doch noch recht schön geworden ist, hatten wir heute einen „schönen“ Tag. Die Sonne strahlt von einem wolkenlosen blauen Himmel und es wird nochmal warm wie im Sommer. Gut, dass ich in die Höhe gehe, heute will ich von Schwarzsee nach Jaun und wahrscheinlich noch weiter zum Jaunpass.
Auf der Busfahrt von Fribourg nach Schwarzsee gabs noch eine ExtraTour wegen den Umleitungen des Murtenlaufs. Aber bei dem herrlichen Wetter kam die Sightseeing Tour nur gelegen. Entsprechend dem Wetter war wieder viel los, der Bus war voll. Und fast alle sind auch erst am Schwarzsee ausgestiegen 😉 Mit der Sesselbahn ging es hoch zur Riggisalp, hier oben war auch viel los, denn hier wird einiges geboten. Neben der tollen Aussicht auf den Schwarzsee und das Kaiseregg (einer der Berge, der die Walop bildet) kann man hier gemütlich spazieren gehen und Gelände-Trotinett mieten. Ich hab mich also zwischen den vielen Besuchern auf den Weg in Richtung Euschelspass gemacht, erst als ich an der Unteren Euschels Richtung Jaun abgebogen bin und damit den „Rundweg“ verlassen hatte, war weniger los. Dafür war es heiss hier, die Mittagssonne schien und es wehte kein Lüftchen. Ich war schon herbstlich angezogen, was etwas zu warm war. An der Oberen Euschels Hütte angekommen traf ich wieder auf viele Besucher, die ihre Autos nicht weit parkiert hatten. Nebst deftiger Kost gabs volkstümliche Musik

Das wollte ich mir nicht näher ansehen und bin weiter den Euschelspass hinaufgestiegen. Ich hab dummerweise vergessen, meine Wasserflaschen zu füllen, deswegen hatte ich ziemlich Durst… Aber umkehren wollte ich dann doch nicht 😉 Zumal mich die vielen parkierten Autos etwas genervt haben.

Es gab kein Schnee, selbst auf der 2185 Meter hohen Kaiseregg lag kein Schnee, deswegen hab ich hin uns her überlegt, ob ich in die Walop steigen sollte. Aber heute früh hat mein Rücken nicht so recht mitgemacht, er hat sich auch die ganze Zeit bemerktbar gemacht, ich hatte zudem Durst und war nicht so recht fit, deswegen bin ich doch lieber den Weg (oder besser: die Strasse) Richtung Jaun hinunter gegangen. Auf dem Weg hinunter gabs dann Wind, der mich zwar etwas abkühlte aber auch etwas mehr austrocknete. Irgendwann kam ich zu der Abzweigung, wo der Wanderweg nach Jaun steil nach unten führte, aber ich wollte ja eigentlich zum Jaunpass, und das möglichst auf einer Höhe und nicht erst ins Dorf hinunter steigen. Also hab ich den Wanderweg verlassen und bin auf der Strasse weiter auf eigene Faust. Bin auch bald zu der Burgruine Bellegarde gekommen, die ich mit dem Wanderweg nicht erreicht hätte. Von hier aus bin ich den Weg auf gleicher Höhe weiter, befand mich allerdings nach etwa 800 Metern in einer Sackgasse von Weidezäunen. Auf der Karte hab ich keinen Ausweg gesehen als umzukehren. Hier hab ich aber endlich Wasser gefunden, um meinen Durst zu löschen. Also doch wieder zurück zur Ruine und doch ins Dorf hinunter. Auf der Karte hab ich dann auch gesehen, dass der Jaunpass-Wanderweg tatsächlich vom Dorf aus startet und dass es „obenrum“ keinen Weg gibt… Wie ich den steilen und rutschigen Weg hinunter ins Dorf endlich hinter mir hatte, hat mein Rücken doch ziemlich weg getan, so dass ichs für heute dabei belasse, nur bis Jaun gekommen zu sein. Laut dem Wegweiser sinds von hier etwas 2 ½ Stunden zum Jaunpass, eindeutig zu viel für heute.

Für den Bus Richtung nach Hause musste ich noch etwa eine Stunde warten, diese hab ich mir dann am Wasserfall von Jaun verbummelt hier hatte ich dann genug Wasser, um meinen Durst zu stillen und meinen Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung zu bringen.

Was hab ich heute gelernt? Bleibe immer auf den markierten Wanderwegen, sonst landet man irgendwo in einer Sackgasse. Und zwar in einer Sackgasse aus Zäunen und klaffenden Tälern, die man auf der Karte (Google Maps) unter Umständen gar nicht richtig erkennt. Und: ich soll mich nicht von volkstümlicher Musik davon abhalten lassen, meine Wasserflaschen aufzufüllen. Und das am Besten noch bevor ist durch die Mittagshitze und ohne Wind einen Aufstieg mache… Mit dem Bus gings dann von Jaun nach Bulle, umsteigen in einen anderen Bus bis Fribourg und dann per Zug nach Bern.

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