Ins Gletterens

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Endlich mal Ferien in den Wanderferien. Dummerweise war viel los in den letzten Arbeitswochen, so dass ich mich gar nicht genug „vorfreuen“ konnte und entsprechend auch nichts Spezielles geplant habe. Mit dem Planwagen wollte ich nicht alleine losziehen und nachdem ich niemanden anderen gefunden hab, der mitkommen mag, hab ich diesen Traum auf später verschoben.
Nachdem ich aber viel Zeit hab, kann ich diese Woche mal die langen oder weit entfernten Strecken in Angriff nehmen. Heute bin ich nach Ins gefahren und möchte den Neuenburger See entlanglaufen. Es ist noch immer regnerisch, grau und wolkenverhangen und die Vögel sammeln sich zu ihrem Flug gen Süden. Ich aber bleibe hier, harre des Herbstes und warte auf den Winter.
Ganz schön windig auf dem Weg nach Witzwil und dahinter, erst recht auf dem See.

Deswegen hab ich mich nach dem Ausflug auf die Mohle, die weit in deb See ragt, in das Dickicht des Naturschutzgebiet Cudrefin zurückgezogen und bin dort den See entlang gelaufen. Hier war zwar auch noch Wind, aber er hat nur oben in den Bäumen gerauscht und nicht unten bei mir. Ich bin durchs Grösste Riedgebiet der Schweiz gelaufen, an Cudrefin vorbei, immer im Wald, der sich hinter dem Schilf auftut. Diese Gegend ist sehr wichtig für die tausenden von Zugvögeln, die aus dem hohen Norden kommen und hier in der Gegen Rast machen, bevor sie sich in wärmere Gefilde aufmachen.
Die Bäume sind herrlich bunt, das hellt die graue Wolkenstimmung deutlich auf. Hier auf dem sandigen Boden wachsen interessante Bäume mit dunkler Rinde, die die gelben, roten und braunen Blätter schön kontrastieren. Und dann gibt’s noch die Birken mit ihren weißen Stämmen und hellrosa Blätter, eine wahre Farbenpracht ist das hier.
Kurz vor Portalban kam die Sonne raus, der Wind hat also schon ein Stück weit seine Arbeit getan. Er blies auch recht kräftig, als ich ans Wasser kam, so dass der Neuenburger See weiße Schaumkronen auf seinem grünen Wasser hatte. Die Sonne schien fleckenweise auf das wolkenverdunkelte Land, eine sehr belebte und interessante Szenerie, in der ich nach Portalban kam. Ich hörte schon bevor ich zum Hafen kam komische Geräusche, ich dachte erst an eine Eisenbahn, konnte es dann doch nicht identifizieren, bis ich am Hafen ankam. Der Sturm pfiff zwischen hunderten von Segelmasten hindurch und ließ viele Leinen an die Masten schlagen. Solch eine Geräuschkulisse hab ich noch nie gehört.

Hinter Portalban zogen sich die Wolken wieder zu, die Sonne war wieder weg und wie ich durch den Uferwald ging, überlegte ich mir, ob ich noch die drei Stunden bis Estevayer schaffen würde. Es wird wohl dunkel sein, bis ich dort ankommen würde. Und kalt. Und windig. Und die Füsse taten mir schon weh, drei weitere Stunden würde ich wahrscheinlich nicht schaffen. So beschloss ich, nach Gletterens abzubiegen und den Bus zu nehmen. Auf dem Weg kam ich noch an der alten, wieder aufgebauten Pfahlbautensiedlung Village Lacustre vorbei.

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