Fribourg Cottens

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Ein herrliches Wetter, keine einzige Wolke über der ganzen Schweiz (zumindest soweit ich das überblicken kann). Mich zieht’s nach draußen, in die Frühlingssonne, hinaus in die Natur und weg von unserem dunklen Grossraumbüro.
Früher aus der Arbeit gegangen hab ich mich gleich auf den Weg nach Fribourg gemacht. Von hier habe ich mehrere Wege geplant, einer der Saane entlang in Richtung Freiburger Alpen und diese dann entlang in Richtung Montreux, ein Weg an der Kante zum Mittelland entlang über Romont zum Genfer See und ein Weg, unten durchs Mittelland, über Payerne Richtung Lausanne. Heute geht’s so weit ich mag in Richtung Romont. Ganz werd ich die Strecke nicht schaffen, aber die Hälfte der Strecke sollte schon drin liegen.
Aus dem Getümmel des Bahnhofs heraus und dem Verkehr von Fribourg heraus habe ich recht schnell den gelben Wegweiser und die stilisierte Muschel des Jakobswegs gefunden. Es stehen zwar noch keine Ziele und Wegzeiten dran, aber das wird noch kommen. Ich will erstmal schauen, aus der Stadt zu kommen. Nach einem ruhigen Zwischenstück hatte ich mich schon gefreut, den Lärm hinter mir gelassen zu haben, bin aber dann trotzdem noch auf eine stark befahrene Straße und einen Kreisverkehr gekommen. Hinter diesem ging es dann durch einen Wald, bis ich nach Villars-sur-Glâne gekommen bin. Hier ging’s etwas verwunden durch den Ort, teilweise war der Fußweg gesperrt und hinter der Bahn ging es meines Erachtens nach in die falsche Richtung weiter. Aber es war Romont angeschrieben, mein „Fernziel“ für diese Wanderung, also bin ich mal den Wegweisern gefolgt. Nach ein paar hundert Metern bog der Wanderweg dann ab, führte einen kleinen Bach und zwei Brücken hinunter zur Glâne. Hier war neben der alten, steinernen Römerbrücke noch die kleine Kapelle Ste. Apolline. Auf der anderen Seite ging es die Böschung wieder hinauf, hier oben zog die Bise ziemlich stark, fast noch etwas zu kalt… In der Sonne und ohne Wind ist es fast schon warm, so dass ich mein Hemd ausziehen könnte und im Wind ist es recht kalt, dass ich fast eine Mütze hätte mitnehmen sollen…

Eine Zeitlang führte der Wanderweg an der Autobahn entlang, das ständige Rauschen vom Feierabendverkehr war ganz schön laut. Danach ging es wieder durch Wald, hier gab es zwar keine Sonne, aber dafür auch keine kalte Bise. Aus dem Wald heraus ( da wo der Fitness Parcours anfängt ) war eine Weggabelung. Entweder den Wald und der Glâne entlang oder querfeldein in Richtung Romont… Nachdem ich ja die topografische Wanderkarte dabei hab, hab ich mich für den Auenwald der Glâne entschieden und mein angestrebtes Tagesziel nach Cottens festgelegt. Kaum wieder in den Wald eingetaucht, stand ein Schild mit der französischen Erklärung des Le Château des Sires de Glâne. Leider hab ich den Text nicht übersetzen können und die Reste der Burg hab ich auch nicht erkannt. Dieser Hügel gleich hinter dem Schild vielleicht? Ich bin noch ein paar Schritte suchend umher gegangen, aber die Böschung fiel recht schnell recht steil zum Fluss ab. Da konnte keine Burg mehr gestanden haben…
Die Sonne senkt sich langsam dem Untergang zu und ich komme wieder aus dem Auwald heraus und muss wieder meine Wanderkarte fragen. Ich entscheide mich, hinunter zur Mühle zu gehen, dort auf die andere Seite der Glâne, wieder hinauf und auf halber Höhe an Neyruz vorbei nach Cottens zu laufen. Kaum dass ich zu Le Moulin kam, fand ich einige Pferde, die ausgelassen auf ihrer Koppel galoppierten, während ihre Artgenossen am Futtertrog z’Nacht hatten.

Als ich auf der anderen Seite aus dem Tal wieder hoch auf die Felder kam, war die Sonne inzwischen untergegangen. Jetzt ist es doch ziemlich kalt, zumal der kalte Wind noch bläst. Über Wiesen und noch unbestellte Felder lief ich dann nach Cottens, wo ich noch eine halbe Stunde auf meinen Zug warten musste. In der Zeit ist es auch ganz dunkel geworden, so gegen 7 Uhr war das.

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