Romont Vauderens

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Das Sommerwetter wird immer schöner und wärmer. Während meine Arbeitskollegen zu den „Swisscom (Winter) Games“ nach Davos aufbrechen, genieße ich heute die vorhergesagten 19*C. Wieder früher aus dem Büro gegangen, bin ich um vier Uhr in Romont gestartet. Wieder Richtung Süden, Richtung Genfersee. Mal sehen, ob ich heute dort ankomme, aber das wird glaub doch zu weit. Deswegen peile ich Palézieux an, das ist auch Bahn-technisch gut gelegen.

In Romont steige ich aus dem Zug und entscheide mich, gleich loszulaufen. Die anscheinend schöne Altstadt kann ich mir auch ein anderes Mal anschauen. Könnte ja sein, dass eine Begleitung mitkommen mag, dann kann man sicher mal in der Altstadt an einem lauen Sommerabend zNacht essen. Ich komme an einem Thermometer vorbei, das zeigt sogar 21*C. Ganz schön warm, noch bevor ich aus der Stadt raus war, war ich schon verschwitzt. Den Feldweg Richtung Süden, vorbei an Kapelle St. Anna, lande ich wieder auf der Straße. Aber gleich führt auch wieder ein Feldweg zum Bach hinunter und diesen entlang. Heute folge ich keinem Wanderweg, nur der Nase und Wanderkarte nach. Mal sehen, ob ich am kleinen Display vom iPhone den Überblick behalte…
Und schon wieder führt der Feldweg mich zurück zur Straße. Diesmal muss ich dieser ein paar hundert Meter weit folgen, bis ich wieder abbiegen kann. In der Zwischenzeit rasten die Autos an mir vorbei, die paar wenigen, die mir Platz machten, wurden von ihrem Gegenverkehr auch noch angehupt! Ganz schön stressig, aber bald ging es eine Nebenstraße rechts ab, den Hügel hinauf und oben entlang. Ich sehe und rieche einige Bauern, wie sie ihre Gülle auf den Feldern verteilen. Kommt etwa Regen? Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man hierzulande auch davon ausgehen kann, so wie in Bayern.
Wenn ich mich umblicke, habe ich noch lange einen Blick auf die mächtigen Türme von Romont. Die Stadt auf dem Hügel sieht auch aus der Ferne imposant aus, es rentiert bestimmt, sich die Altstadt mal anzuschauen.
Bald komme ich nach Siviriez mit der schlichten, aber schönen Kirche und dem sehr gut gepflegten Friedhof nebendran. Nach einer kleinen Fotopause gehe ich weiter. Wieder nach Karte, denn ein Wanderweg in meine Richtung ist nicht ausgewiesen. Durch Wald, danach wieder über Wiesen, finde ich endlich Ruhe, kein Straßenlärm, kein emsiges Feierabendgetümmel, keine Säge und kein Kinderschreien. Nur Vögel, die zwitschern. Selbst die Bahn fährt hier unterirdisch. Es geht wieder durch Wald, an einem einzelnen Hof vorbei.
Es wird dunstig, feucht und kühl, die Sonne kommt kaum noch richtig durch. Meine Karte wird nur sehr langsam geladen, Internet ist hier nicht wirklich schnell, ich finde mich kaum zurecht. Auf dem kleinen Display meines Telefons hab ich leider nicht den Überblick, ich kann nicht richtig abschätzen, wie weit Oron oder Palézieux entfernt ist. Ich laufe nach Karte ins nächste Dorf Vauderens, wo ich einen Bahnhof gesehen habe. Die Sonne ist inzwischen nicht mehr da, es ist kalt und feucht, ich breche hier ab.


Ich musste dann mit dem Bummelzug über Oron nach Palézieux fahren, um in den InterRegio nah Bern umsteigen zu können. Ich bin quasi meine Strecke „vorausgefahren“ und hab auch wieder einen Wanderweg gesehen. Nach Palézieux hätte ich zu Fuss bestimmt noch eine Stunde gebraucht, was bei feucht, kalt und dunkel kein Spaß gewesen wäre. Da nehme ich das letzte Stück bis zum Genfersee lieber am Wochenende tagsüber in Angriff.

 

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