ein Tag Internet in Chiavenna

Vier Tage? Oder fünf? Ich hab schon den Überblick verloren, wie weit ich mit Bildern und Blog im Rückstand bin. Deswegen hab ich heute in Chiavenna innegehalten und meine Hausaufgaben gemacht. Bei dem gemütlichen italienischen Internet hat es auch den ganzen Tag gedauert, bis ich fertig war. Es ist mir ganz schön schwer gefallen, eben nicht die Stadt anzuschauen, sondern mein Blog zu aktualisieren.

Doch dabei konnte ich meinen Weg auf der Via Spluga noch einmal in meiner Erinnerung nacherleben. Von Thusis aus (eigentlich ja von Sils) die Viamala hinauf und wieder hinunter, übernachtet im Stall bei Hagel und Gewitter; die Kirche in Zillis, Brennesselsamen in Andeer, Rofflaschlucht und die Festung im Crestawald. Dann diese herzliche Aufnahme in Medels, die Party und das Walsertreffen. Der mühsame Weg zum Splügenpass und das Gewitter wieder hinunter, die Cardinell-Schlucht und der lange, weite Weg nach Chiavenna. Aber ich möchte keinen noch so anstrengenden Tag missen, er ist hundertfach wett gemacht mit den schönen Dingen, die ich auf dem Weg erleben durfte.

Und jetzt steht gleich ein neuer Weg an. Jetzt geht es die Via Bregaglia nach St. Moritz hinauf. Oder so. Mir sagt der Weg noch gar nichts. Ich kenne nur den Begriff „Bergell“ und das auch erst seit dem letzten Wochenende. Und dass die Gegend sehr schön sein soll. Wenn ich mir das auf der Karte anschaue, sehe ich, dass ich bestimmt drei Tage bis zu dem ersten See brauchen werde. Und ich sehe, dass ich in etwa einem halben Tag wieder in der Schweiz sein müsste. Mehr muss ich heute nicht vorbereiten. Die touristisch wertvollen Dinge sind am Weg ausgeschildert, das hab ich im Splügental schon gesehen. Die Richtung ist auch klar, da sind wir ja richtig gesegnet in den Bergen, dass uns die Täler den Weg und die Richtung vorgeben. Der Rest ergibt sich dann auf dem Weg. Und die wirklich interessanten Dinge kann ich eh nicht planen.

Ich möchte mich bedanken, bei Matze und all den anderen, die so fleissig Kommentare auf meinem Blog hinterlassen. Danke! Das gibt mir Rückhalt, das gibt mir das Gefühl, nicht allein zu sein, auch wenn ich meistens solo unterwegs bin. Macht weiter so, gerne noch mehr Kommentare! Ich bekomme sie meistens auf mein Handy (wenn ich online, d.h. in der Schweiz bin). Spätestens wenn ich den nächsten Satz in mein Blog schreibe oder das nächste Foto mache, sehe ich den Kommentar.

Und ich bin immer wieder erstaunt, wieviele Leser ich habe. Euch habe ich im Sinn, wenn ich meine Zeilen schreibe, Euch erzähle ich das alles. Naja, ok, ein bisschen mein eigenes Tagebuch ist es auch noch, aber ich möchte Euch teilhaben lassen und Euch wissen lassen, dass es mir gut geht. Sehr gut. Ich lebe meinen Traum und er ist schöner als ich ihn zu träumen wagte. Damals, als ich meinen Chef angehauen habe, ob ich nicht 80% arbeiten könnte. Was bin ich froh, hat das nicht geklappt…

Danke all meinen Lesern und noch mehr Danke an all die fleißigen Kommentar-Schreiber.

 

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One response to this post.

  1. Posted by Matze on 16. August 2012 at 14:01

    Wir haben zu danken für den wirklich schön geschriebenen Blog, nicht so fad, trocken und langweilig wie manch andere „Reisetagebücher“.
    Das Du es nicht bereust, ist gut zu hören! Hoffentlich geht Dir nicht so schnell die Kohle aus, dass Du zwangsweise wieder in einen „Cubicle“ musst. 🙂

    Schade eigentlich, dass Du es nicht bis zum Comer See schaffst! Solch herrlich mediterrane Gegend mit dem erfrischenden See. So nah von Chiavenna.
    Hättest ja noch bei George Clooney vorbeischauen können, der soll ja da ein Haus haben. 🙂

    Antworten

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