die Grosse Entrümpelung (ratzeputz)

Manchmal tut es gut, wenn man mal entrümpelt. Die alten Sachen weggibt, die man doch nie mehr aus dem Keller hervor geholt hat. Mal wieder Platz schafft für neues Gerümpel, was man bestimmt irgendwann mal wieder gebrauchen kann. Irgendwann mal.

Ach ja, mein Keller. Ich hätte es ahnen können, dass ich all das Zeug nicht mehr brauchen werde.

Mein alter Reithelm zum Beispiel. „Doch, doch, in der Schweiz fange ich bestimmt wieder das Reiten an“. Hab ich dann doch nicht. Oder mein Motorrad-Helm. Längst verstaubt und passt nach all den Jahren eh nicht mehr. Und seit dem ich damals einen Firmenwagen bekommen habe, bin ich auch nicht mehr mit meinem Roller rumgekurvt. Und wie viele Kisten und Kartons ich da unten gesammelt hatte. Lauter Verpackungen von Geräten, die ich, wenn, dann nur mit Originalverpackung, Anleitung und alles zugehörigen Kabeln, weitergeben wollte. Pustekuchen. Ich hab’s genau so gemacht wie es mich beim Olli damals immer aufgeregt hat. Geräte weiter gegeben und den Karton im Keller gelassen. Drei Kartons von meinen Notebooks hab ich gefunden. Wenn sie geklaut werden (wie das erste) oder kaputt gehen (das zweite), trägt man es doch nicht im Originalkarton zum Händler. Und wieder bleibt ein Stück mehr jahrelang geduldig im dunklen Keller liegen und harrt seiner Dinge.

Bei der alten Lampe aus der Essecke in Heimstetten hab ich lachen müssen. Die wollte ich ja schon in Neufahrn nicht wieder aufhängen. Und von Neufahrn weg hat sie es doch noch in die 30 Kubikmeter Umzugsgut geschafft, die ich ein Jahr lang bei Robin Hood eingelagert hatte. Eigentlich nur, damit sie in Bern gleich wieder in den Keller wandert. Und die arme Manu hat sich so eine Mühe gegeben, meine Inventurliste zu schreiben… Mein Pilotenkoffer verstaubte auch dort unten. So einer mit herausziehbarem Henkel und Rollen unten dran zum hinter sich her ziehen. Mit dem bin ich, mit Schlips und Kragen, zu Kunden gereist und hab sie zu Securitythemen beraten und Firewalls und sowas installiert. Kompetenz simulieren mit Anzug und Kawatte. Das war auch eine hektische Zeit mit viel Autofahren…

Ach guck an, mein Gästebett war ja auch noch im Keller. Mit Schaumstoffmatratze und Rückenpolstern. Gut, dass der Entsorgungshof gleich bei mir uns Eck ist. So konnte ich recht einfach die Leichen im Keller mal entsorgen. Immer so viel, wie ich tragen konnte und immer ein paar Mal hintereinander. Hin und her.

Die Mitarbeiter dort kannten mich dann irgendwann und haben schon gegrinst als ich wieder mit einer Handvoll ankam. Sie haben dann für mich mitgezählt und als für den Tag keine Lust mehr hatte, hin- und her zu rennen, haben sie zusammengezählt und Abrechnung gemacht.

Nachtrag 15. März:
Freitags war ich dann das letzte Mal beim Entsorgugshof, die letzten beiden Müllsäcke entsorgen und eine leere Batterie, die ich noch gefunden hatte. Der Helfer dort war schon etwas enttäuscht: „Heute keinen Staubsauger und keine Möbel?“ hat er gefragt. Nein, heute nicht mehr. Die Wohnung ist jetzt ganz leer. Jetzt werde ich nicht mehr so schnell vorbeikommen. War aber auch eine interessante Erfahrung, in unzähligen Wegen das eigene Hab und Gut mit eigenen Händen zu entsorgen. Ratzeputz alles.

Doch beim Keller ist es nicht geblieben. Nein, wenn ich schon beim Aufräumen und Ausmisten bin… Irgendwie gefielen mir meine Möbel eh nicht mehr. Ich wohnte immernoch in dem Jugendzimmer, welches Verena und ich dem Vormieter in Heimstetten abgekauft hatten. Damals, als wir zusammen gezogen sind. Diese hohen Regale, diese offene „Schrankwand“ aus dem astlochversetzten Holz. Hab ich abgebaut. Alles, was in diesem offenen Regal stand, hat eh nur Staub angesetzt. Und konnte auch mal ausgemistet werden. Also Brett für Brett zum Entsorgungshof gebracht. Alleine. Zu Fuß. Die Leute dort konnten es fast nicht glauben, sie haben mich schon gemahnt, ich dürfe mein Auto nicht draußen parkieren und von dort ausräumen. Ich hab mehrmals erzählen müssen, dass ich gar kein Auto habe, sondern in der Strasse nebenan wohne.

Und mit der Schrankwand verschwand auch bald mein Schreibtisch. Mein Rechner stand seit dem auf dem Wohnzimmertisch, all die Unordnung auf dem Schreibtisch, die ich eh nie aufgeräumt habe, wanderte in den Müll. Die meisten Dinge konnte ich gut wegwerfen, viele Dinge brauchte ich tatsächlich nicht mehr. Aber einige Sachen waren mir doch wertvoll. Mein alter Dierke Weltatlas zum Beispiel. Aus meiner Schulzeit, wo wir den strengen Erdkundelehrer hatten, der mit seinem karierten Anzug seine Kaffeeflecken geografisch einordnen wollte. Der gute, alte Dierke Atlas, damals war Deutschland noch geteilt… Nein, den konnte ich nicht weg tun.

Oder der kleine Globus, der meines Wissens Markus gehört, was er aber immer abgestritten hatte. Aber ein „Mister Google Earth“ dreht nicht mehr schwungvoll an einem Globus, entsprechend dick war die Nordhalbkugel mit Staub bedeckt. Und als der Schreibtisch nicht mehr in seiner Ecke stand, brauchte ich auch den Bürostuhl nicht mehr. Das waren noch Zeiten, dieser Stuhl stammt von Cybernet damals. Als wir im IT-Boom in München eine neue Büroausstattung bekommen haben, durfte ich meinen alten Bürostuhl mit nach Hause nehmen. Der Jürgen, mein Chef damals, hatte mir das erlaubt. Und wenn ich mich recht erinnere, war das sogar noch vor der Zeit, als ich dort Chef geworden bin und ich die Magaly mit ihrem verführerischen französischen Akzent an die Seite gesetzt bekommen habe. Ja, das waren noch Zeiten…

Und dann mein grosses Ehebett. Platzverschwendung. Zwei mal zwei Meter, zwei Matratzen, zwei Decken und zwei grosse Kopfkissen. Ich hatte es zwischenzeitlich unter’s Fenster gestellt, damit ich bei offenem Fenster fast wie draussen schlafen konnte.

Und am Fussende war die weisse Wand, dorthin hab ich das riesige Beamer-Bild geworfen. Zwei Meter Bildfläche zum Film gucken oder Computerspiele spielen. Bequem vom Bett aus, im Liegen oder halb auf den Kopfkissen sitzend. Aber auch dieser Luxus ist irgendwann normal geworden. Und eigentlich brauche ich nicht so ein grosses Bett. Ich schlafe ja eh schon wieder seit Jahren alleine drin. Also hab ich zuerst den Rahmen entsorgt und so Platz im Zimmer geschaffen. Die beiden Lattenroste aufeinander, darüber die beiden Matratzen übereinander und mein Einzelbett ist hinter der Couch verschwunden. Und der Wohnzimmer-Anteil meines Zimmers war schon wieder viel grösser.

Hier stand nämlich die grosse blaue Couchgarnitur. Diese elegant geschwungene und zum Liegen oder Schlafen etwas unbequeme Couch. Damals angeschafft, damit Verena nicht ständig im Wohnzimmer pennt 😉 Und aus Microfaser, in der die Katzenhaare von Frechdachs und Louise nicht hängenbleiben.

Und nachdem wir viel Platz hatten in Heimstetten, mussten wir die Couches mit echtem Rücken nehmen, weil sie ja mitten im Raum standen. Trotzdem sie so gross war. Dreisitzer, Zweisitzer, Sessel und Fusshocker. War recht teuer, sie zu entsorgen, sowas wird nämlich nach Anzahl Sitzen abgerechnet. Ich bin ziemlich durch die Gegend gedüst und wollte die Couch verschenken, sie weiter genutzt sehen. Sie ist immernoch in Ordnung, der teure Stoff ist immernoch ordentlich, der hohe Preis von damals war wirklich in eine gute Qualität investiert. Aber ich bin durch verschiedene Brockenstuben und -häuser getingelt, war bei der Heilsarmee, aber jeder hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und gejammert, er hätte keinen Platz für eine so grosse Couch. Selbst das Brockenhaus mit der riesigen Halle hinten dran hatte schon zu viele Sitzmöbel. Es hat nicht einmal geholfen, dass meine Couch noch viel besser aussieht als die anderen Möbel, die dort stehen. Und das nach 16 Jahren… Und als eines morgens die Möbelschlepper bei mir waren und die Garnitur abgeholt haben, war meine Wohnung schon ziemlich leer. Seit dem Tag hat es gehallt 🙂 Mein „Einzelbett“ hatte ich zu diesem Zeitpunkt auch schon entsorgt. Geschlafen hab ich seit dem in meiner Hängematte. Ich hab ein Gestell gekauft, in dem ich sie aufhängen kann und dann baumel ich gemütlich im Zimmer.

Den Wohnzimmertisch konnte ich ohne Sitzmöbel auch nicht mehr brauchen. Ja, dieser Wohnzimmertisch mit der Glasplatte und der Schublade drunter. Aber es hat sich auch kaum jemand künstlerisch in dieser Schublade ausgetobt. Wofür auch, war ja eh die ganze Zeit vollgestellt 🙂

Und was ich alles in meinen Schränken hatte! Zu Zeiten mit Freundin all den Deko-Schnickschnack gekauft und als ich alleine gewohnt hab, ist das in den Schränken verschwunden. Eine grosse blaue Schale, eine kleine blaue Schale, nochmal zwei in eckig, orangene Stoffblüten, weisse Glasperlen, eine blaue Vase mit einer roten Stoffrose drin (die hab ich von einem Wellnesswochenende mit Marcus und Lars), blaue Deko-Kugeln, all das blaue Zeug, was Verena und ich uns angeschafft haben. Irgendwann gab’s dieses Königsblau nicht mehr, es ist vor Jahren mal einem hellerem Blau gewichen, welches man seit dem in den Deko-Ecken der Einrichtungshäuser findet.

Eigentlich hätte ich all dieses Schischi bei Verena lassen können, aber zu meiner Neufahrner Zeit hab ich noch anders gedacht. Da fallen mir noch die blauen Delfine ein, die ich aus San Francisco mitgebracht habe und Verenas Mutter „vererbt“ habe… Ja, beim Aufräumen streifen nochmal viele Erinnerungen an einem vorbei. Gut, dass ich mir Zeit lassen konnte und diese Aufräumaktion über ein halbes Jahr ziehen konnte.

Ich hatte eine Schatzkiste. Einen Schrank, den mein Vater gebaut hatte, der kleine mit den drei hellen Schubladen und den runden, dunkelbraunen Griffen in der Mitte. Zu diesem selbstgebauten Schrank gab’s noch andere selbstgebaute Möbel, zumindest ein Kleiderschrank ist mir in Erinnerung geblieben. Aber das ist schon lange, lange her. Deisenhofen? Naja, auf alle Fälle ist der Schubladenschrank meine Schatzkiste geblieben, wurde in jeder Wohnung irgendwo versteckt, hinter der Couch oder im Flurschrank. Immer dort, wo er im Alltag nicht auffällt, wo er in Vergessenheit gerät und erst beim Umzug wieder auftaucht. Dann wurde die Schatzkiste in die neue Wohnung gezügelt und dort wieder versteckt und in Vergessenheit geraten lassen. Es sei denn, es tauchte etwas ganz Besondes auf, was ich unbedingt aufheben wollte, etwas so Wichtiges, dass es in der Schatzkiste „gesichert“ werden musste. Und nachdem jetzt mein Bett und meine Couch weg waren, stand diese Schatzkiste wieder sichtbar im Raum. Mit den ersten Liebesbriefen, die ich aufgehoben hatte, mit den schönen Zeichnungen von Pe, einigen anderen Dingen, die ich hier nicht verrate und dann war da noch die alte Schachtel von einem Computerspiel von früher. (Ein Hubschrauber-Simulator, zu seiner Zeit der beste Simulator, den man auf dem PC spielen konnte. Für dieses Spiel hab ich den ersten analogen Joystick gekauft). In dieser Schachtel hab ich jahrelang die Böller gesammelt, damals als Markus und ich am Neujahrs-Morgen in aller Frühe aufgestanden sind und unsere Siedlung nach Blindgängern abgesucht haben. Die Knaller, die nicht hochgegangen sind, haben wir dann gesammelt, die meisten hatten sogar noch ordentlich Zündschnur dran. Aber das ist auch wieder lange her. Die Sylvester-Feiern wurden mit den Jahren immer mehr zu solchen, nach denen man nicht wieder früh aufstehen will. Ach ja… meine Schatzkiste. Fand ich dann auch etwas aus der Zeit gekommen. Etwas zu sehr materiell, so mit Anfassen und irgendwo rumstehen haben. Ich hab den Inhalt, sofern er auf Papier war, digitalisiert und im Internet gespeichert. Ich wollte mich nicht davon trennen, aber irgendwo physikalisch herumliegen haben, wo ich unter Umständen gar nicht bin, ist auch nicht mehr zeitgemäss. Also hab ich meine Schatzkiste ins Internet hochgeladen. Und die Böller hab ich entsorgt. Wie den alten Schrank mit den drei Schubladen und den dunkelbraunen Griffen dran.

Zeiten gehen, Zeiten kommen, Zeiten ändern sich.

Der alte Schuhschrank mit den alten Schuhen wurde entsorgt,

an einem anderen Tag war mein Badezimmer dran. Ich hatte eh letztens erst eine Rüge von unserem Haus-Elektriker bekommen, ich könne doch nicht einfach einen deutschen Badezimmerschrank an die Schweizer Elektrik meines Badezimmers anschliessen! Meine Argumentation, basierend auf dem, was ich in meiner Lehre mal gelernt hatte, hat den Elektriker wenigstens ein Auge zudrücken lassen. Aber ich sollte doch bald wieder den Original Schweizer Badezimmerschrank montieren. Dieses weiss lackierte Blechdings mit Spiegeltüre vorne dran und zwei Glühbirnen hinter dem vergilbten Plexiglas.

Hab ich dann auch gemacht und die hölzernen Bad-Schränke mit den geschwungenen blauen Türen rausgeschmissen. Waren auch schon alt, die stammen auch schon aus Heimstetten. Und im Keller hatte ich sogar noch den dazu passenden hohen Schrank stehen. Den hatte ich schon fast wieder vergessen.

An einem anderen Tag war die Küche dran. Das war wieder ein schwieriges Thema. Das Geschirr, das mit den grossen Tellern, was wir von meinen Eltern für unsere gemeinsame Wohnung in Heimstetten bekommen haben. Das Geschirr, welches nach einem halben Jahr schon etwas Besonderes war, weil es keine Ersatzteile mehr zum Nachkaufen gab. Das Geschirr mit den extra grossen Grossen Tellern, mit den extra grossen Kaffeehaferln, mit der grossen Servierplatte und sogar eine Fischplatte war dabei. Und bis auf eine ausgeschlagene Stelle an einem Teller auch noch alles ganz. (Dabei fiel mir ein, dass ich in Heimstetten richtig begeistert gekocht hab und ab und an sogar für unsere Gäste gekocht hab). Aber dieses Geschirr kann ich doch nicht einfach wegwerfen. Doch nicht einfach so in die grosse Mulde am Ensorgungshof kippen und voller Wehmut zusehen, wie alles in kleine Scherben zerspringt. Mit dem einen Satz Trinkgläsern konnte ich das machen, aber doch nicht mit diesem Geschirr. Ich hab Gott sei Dank jemanden gefunden, der das Geschirr für seine neue Wohnung nutzen möchte. Ich konnte es also weiter verschenken und ich gehe davon aus, dass es nicht so bald auf einem Polterabend landet. Den Satz blaue Trinkgläser konnte ich in der Kindertagesstätte um die Ecke verschenken, die grosse viereckige gusseiserne Familienpfanne hat Jahn bekommen, die kleine gusseiserne Junggesellenpfanne auch. Ich wollte mir für unterwegs eine kleine gusseiserne Pfanne kaufen, aber sowas gibt es ja kaum. Da hab ich wieder mal gesehen, mit welchem Luxus ich ausgestattet war. Und das hab ich zu grossen Teilen meinen Eltern zu verdanken.

Au ja, da fallen mir die Tupper-Parties wieder ein. Und die Orangenschäler. Aber auch die grosse Stollenplatte hab ich entsorgt, diese Tradition hat sich nicht in die Schweiz fortgesetzt. Und die riesige Salatschüssel, mit der ich Eltern und Schwiegereltern einladen konnte und für alle zusammen Salat anrichten konnte… Jahrelang nicht mehr gebraucht. Hab noch Brotbackmischungen gefunden und zwei kaputt geknetete Handmixer. Die Dinger haben nach einigen Brot-Teigen schlapp gemacht, aber ich hab mir auch nie einen ordentlichen Mixer von Kenwood oder so gekauft. Ja, ich hatte sogar noch ein Kochbuch, bzw. ein Brot-Backbuch von meiner Oma im Schrank stehen. Aber nie wirklich hineingeschaut. Und die „Leichte Küche für Singles“ hab ich auch nie so richtig aufleben lassen.

Mein Bügelbrett… Glättibrett und Glätteisen… Wie lange hab ich das nicht mehr benutzt? Seit dem ich keine Hemden mehr bügeln muss und ich wieder legér zur Arbeit gehen kann (das war ab der zweiten Woche Swisscom der Fall). Und erst recht hab ich’s nicht mehr gebraucht, seit dem ich meine Klamotten in den Rucksack stopfe. Nix mehr mit schön ordentlich hinten im Auto aufhängen und im Hotel nochmal aufbügeln… Heute werden meine Freizeit-Funktionshemden so geknautscht angezogen, wie ich sie aus dem Rucksack ziehe.

Der alte Teppich, der gar nicht meiner war, sondern beim Umzug in die Schweiz irgendwie von Robin Hood mit zu mir gebracht wurde. Mein Kamin-Grill, meine einzige Errungenschaft von eBay, der geflochtene Stuhl, der in Neufahrn im Schlafzimmer stand und in Bern ein Balkon-Dasein hatte. Alles beim Entsorgungshof gelandet. Auch die Garderobe, die noch ein Window-Color-Herz von Verena hatte. Wollte auch keiner haben.

So habe ich im Laufe des letzten halben Jahres mein Hab und Gut entrümpelt. Mich von fast allen Besitztümern getrennt. Nur eine Tasche mit meinen Snowboard-Klamotten und ein paar Kleinigkeiten (z.B. der Dierke Atlas) steht beim Jahn auf dem Estrich. Mein Computer auch. Ich komme inzwischen ohne Computer aus, mein iPad und iPhone reichen mir.

Ich hab alles so gestaltet, dass ich (fast) alles mit dem Tablet machen kann, was ich früher mit dem Computer gemacht habe. Zwei wichtige Sachen konnte ich nicht übertragen, zwei Sachen lassen sich nicht mit dem iPad machen. Deswegen konnte ich mein MacBook nicht verschenken, wie ich es eigentlich vorhatte, sondern musste ihn „auf Abruf“ bei Jahn deponieren. Damit er ihn mir notfalls hinter her senden kann.

Jetzt bin ich soweit, dass ich all meinen Besitz in meinen Rucksack bekomme. Die letzten Dinge loszulassen waren die schwierigsten, die Dinge, die nun mal nicht in den Rucksack passen. Drei Tage hab ich immer mehr aussortieren müssen, bis endlich alles in den Rucksack passt. Zwei T-Shirts, eine Jeans, einen Faserpelz und ein paar Unterhosen und Socken und eine Ersatzrolle WC Papier hab ich mir mit einem postlagernden Paket nach Genf geschickt. Dort wartet es einen Monat lang, bis ich es wieder abhole. Wenn ich mich mal wieder umziehen möchte 😉 praktisch.

Meine Wohnung brauche ich nicht mehr, sie ist inzwischen leer und das Geld für die Miete kann ich mir sparen. Nachmieterin ist schon gefunden, sie zieht Anfang April ein. Mit dem Vermieter hab ich die Reparaturen geklärt, er lässt sogar die Wohnung für mich putzen, damit ich das nicht machen muss. Sehr gute Idee 🙂 Bis nächste Woche darf ich noch drin wohnen, aber nachdem sie ja schon leer ist und ich nicht einmal was zum Sitzen besitze, werd ich wahrscheinlich gar nicht mehr so lange bleiben.

Wollt Ihr mal in meinen Rucksack gucken? Ich hab ihn mal für Euch ausgepackt:

und einpacken musste ich ihn auch wieder

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