Lyon gefällt mir

Mehr als eine Woche habe ich in Lyon „gelebt“ und ich muss sagen, die Stadt gefällt mir. Es ist eine Stadt, hier ist etwas los, hier wird etwas geboten. Aber die Stadt ist auch nicht zu gross, die drei Tramlinien, drei Metrolinien und zwei Funiculaires kann man leicht im Überblick behalten.

Nachdem ich eine Woche in der Jugendherberge gewohnt hab, Leute kennen gelernt hab und den ganzen Tag die Aussicht über die Stadt genossen habe, konnte ich nicht widerstehen, auch eine Nacht im „Bleistift“ zu verbringen. Das ist der Wolkenkratzer von Lyon, 164 Meter hoch und 44 m im Durchmesser. Rund. Und oben drauf eine leuchtende Pyramide. Das runde Gebäude mit der Spitze oben drauf hat ihm diesen Spitznamen eingebracht. In den oberen Stockwerken ist ein Hotel untergebracht, von dessen Zimmern man eine tolle Aussicht hat. Die eine Nacht dort war zwar teurer als eine Woche in der Jugi, aber ich hatte den Überblick über die Stadt mal von einer anderen Richtung. Aus dem 33. Stock dieses grössten Hochhauses ausserhalb von Paris.

 

 

Meinem Fuss geht's wieder besser, die Medikamente, die Stütze und das ruhig halten haben ihm gut getan. Ich bin zwar fast jeden Tag ein bisschen durch die Stadt gelaufen, jeden Tag ein bisschen weiter, zwischendrin hab ich auch mal den ganzen Tag in der Jugendherberge verbracht. Es hat die meiste Zeit geregnet, die paar Sonnenstrahlen, die rauskamen, hab ich dann mit dem Doppeldecker-Oben-Ohne-Bus genossen. Hab mich mit deutschen Erläuterungen durch die Stadt kutschieren lassen und wenn man im Doppelstöcker oben sitzt, bekommt man das Chaos auf den Strassen gar nicht mit. Soll sich der Chauffeur um die Hektik und die engen Gassen da unten kümmern, ich hab mir inzwischen die bunt bemalten Häuserwände angeschaut.

Doch, Lyon gefällt mir. An sogar zwei Flüssen gelegen, mit zwei Hügeln, die tolle Aussichten bieten, mit grossen Einkaufszentren, in denen man auch Outdoor-Shops findet, mit verschiedenen Stadtteilen in denen die verschiedenen Bevölkerungsgruppen wohnen. In einem Viertel hört man viel Chinesisch, im anderen Viertel wird arabisch gesprochen, die Menschen sind hier auch viel bunter gemischt als ich das kenne. Allerdings – wird Heinz N. jetzt einwerfen – gibt's auch ständig mal eine Sirene, die man durch die Strassen eilen hört. Das gehört auch zu einer grossen Stadt dazu. Aber die Stadt ist nicht eng, immer wieder werden die Häuserschluchten durch grosse Plätze unterbrochen, mit Bäumen und Springbrunnen drauf, mit Kinderspielplätzen und Bänken zum Ausruhen. Auch die Autos sind mir nicht so nervig vorgekommen wie in manch anderer grösseren Stadt. An der Rhône gibt es eine gemütliche Uferbebauung zum hinsetzen, flanieren, sehen und gesehen werden, für die Jugendlichen sind Fussballplätze und Halfpipes für die Skateboarder eingerichtet, hier trifft man sich und geniesst die Sonne, sofern sie mal rauskommt. Emails lesen und beantworten am Fluss oder Online-Banking in alten römischen Mauern hat auch etwas Besonderes, nicht dieses nervige „Dinge erledigen“ zu Hause im „Büro“.

Wandersandalen hab ich leider keine passenden gefunden, trotz dem ich in fast zehn Geschäften war.

 

 

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