zum Startpunkt nach Conca

Bevor Heinz ankommt, habe ich noch einen gemütlichen Vormittag in Bastia. Ich gebe mein Gepäck ab, mach noch ein paar Einkäufe und setze mich auf dem Markt in ein Strassencafé und schau dem bunten Treiben zu. Es duftet nach allerlei Kräutern und nach korsischem Käse, Obst und Gemüse werden feilgeboten, Touristen und Einheimische schlendern über den Markt. Ich hab die Kirchturmuhr im Blick, damit ich mich rechtzeitig Richtung Flughafen aufmachen kann. Doch vorher ist noch viel Zeit für einen Kaffee.

Plötzlich grüssen mich Sabine und Klaus, die beiden Wanderer, die mir an meinem Geburtstag Frühstück im Paradies spendiert haben. Hey, was ein Wiedersehen. Doch ihre Freude ist etwas getrübt, für sie geht es heute wieder nach Hause. Ferien zu Ende. Sie waren doch etwas neidisch, dass für mich heute der zweite Teil der Korsika-Ferien anfangen.

 

Eine viertel Stunde zu früh setzte der GermanWings Flieger aus Köln auf der Landebahn auf. Hey, das passt ja, dann schaffen wir ja Plan A mit Gepäckunterbringung in Bastia. Als Heinz seinen Seesack von Gepäckband geholt hatte, waren noch locker zehn Minuten Zeit, bis der Bus nach Bastia fahren sollte. Diese Zeit haben wir genutzt um die Rucksäcke umzupacken und den Seesack leer zu machen. Dann kam der Bus, war der selbe, der mich auch zum Flughafen gebracht hat, und fuhr einfach an uns Wartenden vorbei. Das wär den Touristen gar nicht aufgefallen, wenn ich nicht den Bus und den Fahrer wiedererkannt hätte. Na sowas aber auch, da war ich aber enttäuscht. Irgendwann kam dann der nächste Bus, aber bis der am Flughafen losfährt, ist's uns zu spät in Bastia, deswegen sind wir (Plan B) mit dem Taxi zur anderen Bushaltestelle zur Strasse vor gefahren. Dort hatte wir dann eine Stunde Zeit und haben gemütlich einen ordentlichen Milchkaffee getrunken, bis der Bus in Richtung Porto Vecchio kam. Mit diesen dann zwei Stunden lang durch die Insel geschaukelt, bis wir in Ste. Lucie ausgestiegen sind.

 

Hier war mein Plan zu Ende, weiter sollte irgendwie ein Sammeltaxi zum Campingplatz führen. Aber so richtig wusste Heinz auch nicht weiter, der Busfahrer auch nicht. Er meinte, wir sollten vom Lokal nebenan am Campingplatz anrufen, was inzwischen einer der anderen ausgestiegenen Wanderer erledigt hat. Eine Gruppe Franzosen, alle in Wanderklamotten und mit grossen Rucksäcken, haben schon eine Navette bestellt. Die sollte uns auf dem Weg nach Conca aufgabeln, also zog die elfköpfige Gruppe los. Aber alle sind einem hinterher, aber dieser wusste nicht, wo es nach Conca geht und wir alle sind zur falschen Seite zum Dorf raus. Bis es doch jemand gemerkt hat, also sind wir alle wieder nach Ste. Lucie hinein. Irgendwann hat uns das Taxi dann aufgegabelt und die Franzosen haben's doch echt hinbekommen, dass wir zwei Deutschen dann vorne beim Fahrer gesessen sind. Naja, wir haben uns nicht viel unterhalten, als es die 250 Höhenmeter nach Conca hinauf ging. Auf dem Campingplatz durften wir uns aussuchen, wo wir das Zelt aufschlagen.

Nach dem Abendessen mit frischem Brot, korsischem Ziegenkäse und Wildschweinwurst haben wir uns noch im Dorf umgeguckt und den Einstieg in den GR20 gesucht. Als der gefunden war, haben Heinz und ich den Abend mit einer Flasche korsischem Rosé ausklingen lassen. Hier gibt es viele Mücken, morgens wollen wir ohne Frühstück aufbrechen.

 

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2 responses to this post.

  1. Posted by Mama on 2. Juni 2013 at 15:24

    Na, dann viel Vergnügen Euch beiden. Bei uns ist das Wetter schön aber sehr stürmisch – wir sind ja auch an der Nordsee!!!
    Gruß Mom, Dad und Manuela

    Antworten

  2. Posted by Stefan, Barbara und Max on 4. Juni 2013 at 20:55

    Wir wünschen euch auch viel Spass; Sonja hat uns von dieser Seite erzählt. Wir sind gespannt, was ihr so erlebt.

    Viele Grüße von den SchuBies

    Antworten

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