gemütlicher Tag auf 1500m

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Was für ein Sternenhimmel hier auf Korsika! Ich musste nachts mal raus und ich hab nur noch gestaunt, wieviele Sterne da zu sehen sind. Ich wusste gar nicht, dass im Grossen Wagen noch soo viele andere Sterne drin sind…

Am Morgen haben wir unser Lager zusammengepackt und wollten noch vor dem Frühstück den ersten Aufstieg machen.

 

Doch dieser Aufstieg hatte es in sich. Er war die Verlängerung von der letzten Anstrengung gestern, nur doppelt so weit. Doppelt so hoch. Anstrengend, aber hat Spass gemacht, über die Granitfelsen zu klettern, alle viere zu benutzen, wie die Mufflons. Naja, fast so elegant, mit dem Rucksack noch auf dem Rücken.

Meinen Wanderstab konnte ich zwischendrin als Balancierstange umfunktionieren. Und wir kletterten höher und höher, bis zu den Schneefeldern und noch weiter. Oben am Grat angekommen sass schon Elke da und hat auf uns gewartet. Wir hatten uns ja zum Frühstück auf dem Berg verabredet.

Doch erst wollten wir noch den Gipfel erklimmen, dafür haben wir aber unsere Rucksäcke am Grat stehen lassen und sind leichtfüssig und behende die letzten Meter zum Gipfelkreuz hochgelaufen. Nach ein paar Fotos dann wieder hinunter zu den Rucksäcken, jetzt steht Frühstück an, auf geht’s einen Platz zu suchen. Elke hat lecker Müesli dabei gehabt, mit Milchpulver, ein kräftigendes Frühstück, sie hat uns eingeladen. Dazu gab’s noch Tee und eine herrliche Aussicht über die Berge vor uns.

Und die Landschaft ändert sich schon wieder. Aus den schroffen Felsen und hohen Bergen wird eine Hochebene mit sanft geschwungenen Hügeln, bewachsen mit Wiesen und kniehohen Sträuchern, ein paar Bäumen und ein paar Kühen, durchschlängelt von diversen Bächen. Gemütlich schlängelt sich der Weg durch diese Hochebene, kaum eine Steigung drin, wir haben unsere Reiseflughöhe von etwa 1500 Metern eingenommen. Gemütlichen Schrittes sind wir drei gewandert, haben Wacholderbeeren genascht und die frischen idyllischen Wiesen bestaunt, die Krokusse betrachtet und den Bäumen zugeschaut, wie sie ausschlagen.

 

Bei einer Bergerie haben wir einen grossen Kaffee bekommen und ein Laib Brot gekauft, kurz Pause gemacht, aber das eigentliche Highlight war unsere Brotzeit. Nach der Hütte kamen wir durch einen Buchenwald mit grossen, mächtigen, alten Bäumen. Die waren echt imposant, staunend sind wir immer wieder stehen geblieben um diese massiven Bäume zu bestaunen.

An einer gemütlichen Sitzgruppe aus zwei umgefallenen Baumstämmen haben wir dann Brotzeitbüffet aufgebaut: Brot, frisch gekauft, Lonzu, Saussicon, Salami, Käse. Lauter korsische Spezialitäten geschlemmt inmitten dieses imposanten Buchenwaldes. Ja, das ist Urlaub.

Nach einer weiteren halben Stunde gemütlichen Wanderns waren wir auch schon an unserem Tagesziel angekommen. Den Nachmittag haben wir gemütlich mit Zelt trocknen, Schlafsack lüften, Wäsche waschen und trocknen, Ausrüstung instand setzen, Luftmatratze flicken und diversen kleineren Arbeiten verbracht. Es war herrlicher Sonnenschein, wir hatten einen gemütlichen Lager-Nachmittag. Nach dem Duschen mit sonnengewärmten Bachwasser gab’s dann Abendessen, die zweite Portion an Reis, Zucchini und Aubergine. So langsam wir mein Rucksack immer leerer 🙂 Bei einer Flasche Rotwein sind wir dann noch bis in die Nacht gesessen und haben uns unterhalten.

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